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Rosenblütensalbe


In den Gärten heutzutage findet man überall ein paar Rosen. Man sagt auch, dass diese die Feen und Elfen anziehe. Sehr reiche Menschen im frühen Mittelalter ließen sich ihre Räume mit Rosenblättern auslegen. Der Duft übertönte so den oft muffigen Geruch der feuchten, kühlen Mauern.

 

 

 

Die Rose ist eine der Pflanzen, die am vielfältigsten eingesetzt wird und eigentlich immer passend ist. Ich habe mir zunächst ein Rosenöl angesetzt. Dafür sammelte ich die lilafarbigen Blütenblätter von den Wildrosen und nahm dazu noch Blüten von den Duftrosen aus dem Garten. Da von vornherein klar war, ich möchte später eine Salbe machen, setzte ich sie mit Kokosöl an. Ganz einfach, weil dieses Fett sehr hautpflegend ist. Das Öl durfte nun 6 Wochen an einen sehr warmen sonnigen Platz stehen. Immer wenn das Öl flüssig wurde, habe ich es mal geschüttelt. Als die Zeit nun nahte, trennte ich Öl und Blütenblätter durch ein Sieb. Dann wog ich das aufgefangene Öl und rechnete mir aus, wie viel ich an Bienenwachs benötige (auf 100 ml Rosenöl, 15g Bienenwachs). Beides wurde vorsichtiges und auch nur leicht erhitzt, bis das Bienenwachs sich auflöste. Mit einem Holzstäbchen rührte ich gut um. Der Test, etwas mit einem Löffel davon abnehmen und schauen ob es wirklich fest wir, bestätigte sich, sodass ich nun alles in saubere, keimfreie Gläser abfüllte. Nach der Abkühlung bekamen sie ein Etikett und wurden verschraubt. Diese Salbe ist mindestens bei dunkler-kühler Lagerung 12 Monate haltbar.

 

 

 

Was nun fange ich damit an? Im Allgemeinen wirkt die Salbe gut gegen trockene Haut und auch bei Schwangerschaftsstreifen. Die Salbe kann nach dem Baden/Duschen den ganzen Körper verwöhnen und ihr bekommt zusätzlich einen einzigartigen Wildrosenduft dazu. Oder ihr lasst mal „Viere“ grade sein und gebt euch gegenseitig mit der Salbe eine Partnermassage. Die Rosensalbe soll Kopfschmerzen lindern können und bringt eine einzigartige Entspannung/ein Wohlfühlen mit sich. Für alle die im Winter nicht den Duft des Sommers vermissen wollen, können sich damit auch die Hände und Lippen pflegen und den Rosenduft in ihrer Nase vernehmen.

 

 

 

© Bild und Text by Haideé Zindler aus dem großen Buch: „Was nicht nur Kräuterhexen wissen sollten“

 



Alles über die Rosen findet ihr in diesen Büchern:

"Was nicht nur Kräuterhexen wissen sollten"

 

"Heilkräftiger Tee"

"Die Magie des Räucherns"