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Chilisalbe mit ätherischen Ölen


Jeden trifft es hin und wieder einmal, dass die Muskeln und/oder Gelenke schmerzen.

Ist die schmerzende Partie nicht entzündet, helfen Salben die auch durch Wärme Linderung schaffen.

Chili hat die Eigenschaft feurig zu sein und bringt jede Menge Power mit. Aus ihr nun eine Salbe herszustellen ist gar nicht so schwer. Achtet aber darauf, dass Hautreizungen nach dem Auftragen einer solche Salben auftreten können. Empfindlichen Personen sei davon abzuraten.

 

(c) Text & Bilder by Haideé Zindler


Zunächst benötigen wir erstmal ein Grundrezept.

 

Anstatt Sonnenblumenöl oder Mandelöl, habe ich mich heute für Kokosöl entschieden, da es Eigenschaften besitzt, die auf die Haut pflegend wirken, da das Chili an sich ja schon reizend ist.

Bei den ätherischen Ölen muss man auch ein bissel schauen, was hat man gerade daheim und passen ihre Eigenschaften dazu.

 

 

 

 

 

 

Zunächst für das Öl benötigen wir:
40 g Chilischoten und 200 ml Öl

Weiter für die Salbe benötigen wir:
Bienenwachs, diverse ätherische Öle

Auf 200 ml Chilieöl kommen 20 g Bienenwachs (+/-), dazu jeweils ca. 30 Tropfen der jeweiligen ätherischen Öle.
+/- = Bei der Menge des Bienenwachs kommt es immer darauf an, welchen ihr benutzt. Da ich frischen vom Imker habe, unbehandelt, benötige ich weniger, da seine Konsistenz sehr fest ist. Behandelter Bienenwachs ist schon sehr weich und die Menge würde da etwas mehr sein.

Immer darauf achten, sich die Hände nach dem benutzen des Chilies zu waschen oder einfach Handschuhe zu tragen.

 


Wer nicht bereits gemahlen Chili benutzen möchte, darf zunächst seine Schoten ersteinmal klein schneiden.


So in etwa darf es dann aussehen.


Öl wird in ein geeignetes Glas getan, das klein geschnittene Chili dazu und zusammen in ein Topf mit Wasser gestellt. Das Wasser wird erhitzt und eine Weile lang, ca 20 bis 30 Min. köcheln gelassen.


Nach dem Abkühlen (wichtig, damit kein Wasserkondensat sich im Glas bildet), Deckel drauf und ab ans Fensterbrett in die Sonne. Ab und an schütteln für 6 Wochen.

Für alle Eiligen ... die wiederholen das Erwärmen des Öles an drei aufeinanerfolgenden Tagen.


Nach dieser Zeit wird das Öl durch ein Sieb gegossen, damit die Chilireste aufgefangen werden. Wer feines Pulver genommen hat, seiht es durch einen Kaffeefilter ab.


Am besten jetzt nochmals abwiegen oder messen wie viel Öl ihr zur Verfügung habt und dementsprechend nun nachrechnen, wie viel Bienenwachs ihr benötigt.


Ich habe nun meine benötigte Menge vom Bienenwachsblock abgenommen und etwas kleiner gemacht, damit es sich schneller auflöst. Erwärmt nun also das abgeseihte Öl wieder im Wasserbad und gebt den Bienenwachs hinzu. Mit einem Holzstäbchen lässt es sich gut umrühren. Bereits wenn es sich schon fast aufgelöst hat, nehmt ihr das Glas aus dem Wasserbad und lasst es abkühlen. Der restliche Bienenwachs wird sich dabei auflösen. Ruhig immer mal rühren.


Wenn das Glas nun handwarm ist und nicht mehr heiß, kommt ihr zu den ätherischen Ölen. Ich habe mich heute für Rosmarin, Cajeput, Kampfer und Pfefferminze entschieden. All ihre Eigenschaften sind durchblutungsfördernd und passen gut dazu. Je nachdem wie viele ätherische Öle ihr benutzt (es sollten nicht zu viele sein!) gebt ihr sie tropfenweise hinzu und rührt gut um. Ich habe hier jeweils 30 Tropfen genommen.


Ich habe Gläser bereits vorbereitet hingestellt. Nochmals gründlich gewaschen und im heißen Bad gehabt. Nun wird die flüssige Salbe in die Gläser abgefüllt und die Gläser mit Etiketten versehen, damit ihr wisst, was ihr da in eurer Hexenküche gezaubert habt. Die Salbe darf nun endgültig abkühlen, erst dann wird der Decken hinaufgetan. Eben, damit kein Kondensat im Glas verbleibt. Die Salbe ist ab sofort gebrauchsfähig und hält sich länger als zwei Jahre.


Nun könnt ihr mit Stolz euer Werk bewundern und lächeln.

 

Chilisalbe wird meist eingesetzt bei:

Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Verspan-nungen, Prellungen, Quetschungen, Verstau-chungen, Verrenkungen, Zerrungen, Rheuma, Ischiasbeschwerden, Hexenschuss, Neuralgien, Arthritis, Arthrose, schmerzstillend, krampflösend, durchblutungsfördernd

 

 

 



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