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Tannenspitzen - Fichtenspitzen - Sirup


In weiten Teilen Deutschlands werden sie auch die Maiwipferle genannt. Die Triebspitzen der Bäume brechen je nach Region im April/Mai aus. Bekannte Persönlichkeiten wie Hildegard von Bingen und auch Sebastian Kneipp schworen auf den heilsamen Sirup. Die Spitzen enthalten ätherische Öle und in den vor allem jungen Triebspitzen ist viel Vitamin C. Weiter vorhanden sind Gerbstoffe, Harze, Ameisensäure, aber auch natürlicher Zucker und andere Stoffe. Die Tannen/Fichten zählen seit je her zu den bekannten Heilpflanzen auf dieser Erde. Beide Bäume gelten als Schutzbäume bzw. Lebensbäume bei unseren germanischen Vorfahren. Die Anwendung als Heilpflanze wurde bereits in den frühesten Jahrhunderten beschrieben.

 

Wenn die Zeit ran ist und die Spitzen der Bäume hervorbrechen ist es Zeit für die Maiwipferle.  Du benötigst einen Korb oder aber auch einen Eimer. Gehe an einem trockenen Tag hinaus und suche dir passende Bäume die noch unbeschadet in der Natur stehen und an dessen Zweige du gut heran kommst.

Der Unterschied zwischen einer Tanne und einer Fichte ist sehr einfach: „Die Fichte sticht, die Tanne nicht!“ Mit diesem Spruch kannst du gut beide Arten auseinanderhalten. Die Nadeln der Fichte sind spitz und stechen bei Berührung. Bei der Tanne jedoch sind diese Nadelspitzen abgerundet und tun dir nicht weh.

Sammel nicht alle Triebspitzen von einem Baum ab, um dessen Lebenserhaltung nicht zu beeinträchtigen!

Du benötigst folgende Zutaten für einen Sirup:

500 g frische Tannen- oder Fichtenspitzen

1 Liter Wasser

2 kg Zucker

und viele kleinere Gläser

Gebe die gesäuberten Tannenspitzen (Fichtenspitzen) in ein Topf mit 1 Liter Wasser. Bringe alles zum kochen, drehe die Temperatur dann runter und lass es etwa 30 Minuten bis 1 Stunde lang köcheln. Kommt drauf an wie viel Siriup du gerade machst. Wenn die Flüssigkeit sich milchigweiß eingefärbt hat, dann ist es gut.

 

Wenn die Flüssigkeit sich milchigweiß eingefärbt hat kannst du alles durch ein Sieb abseien und die Flüssigkeit separat auffangen.

 

Die aufgefangene Flüssigkeit gieße zurück in den Topf. Erhitze die Flüssigkeit wieder und gebe nach und nach den abgemessenen Zucker hinzu. Dabei rührst du stetig um.

 

Tannenspitzen als Sirup für Körper und Seele

 

Die Flüssigkeit kocht nun langsam auf, aber Achtung, lass es nicht überkochen!!!

 

 

Drehe rechtzeitig die Energie zurück oder nehm den Topf kurz vom heißen Kochfeld und drehe die Energiezufuhr auf ganz gering. Weiterhin immer mal gut umrühren. Die Flüssigkeit muss nun solange köcheln bis ein dunkler Sirup entsteht. Das nimmt Zeit in Anspruch und kann schon mal je nach Menge 3-5 Stunden dauern. Zwischendurch weiterhin mal umrühren und testen, ob er soweit ist. Du erkennst es gut an der Zähigkeit seiner Konsistenz.

 

Der Sirup ist gleich fertig? Widme dich den Gläsern. Säubere sie gut und lasse sie danach im heißen Wasser etwa 5 Minuten liegen. Danach kannst du den noch heißen Sirup vorsichtig in ein Glas gießen oder mit der Kelle hinein füllen. Verschließe das volle Glas sofort mit dem passenden Deckel. Sobald die Gläser sich abgekühlt haben etikettiere sie für die spätere Erkennung und stelle sie an einen kühlen dunklen Ort. Der Keller eignet sich hervorragend. Der Sirup ist weit über ein Jahr halt- und genießbar!

 

Der Sirup ist einfach nur lecker und kann vielfältig verwendet werden für Tees, als Brotaufstrich, aber auch zu Bratensoßen, in den Salat, für Kuchen und viele weitere.

 

 

Gesundheitlicher Aspekt: In der Grippe und Erkältungszeit kannst du deinen Sirup als Hals- und Hustensaft einnehmen. Dabei nehme mehrmals einen Teelöffel bei Bedarf und lasse ihn im Mund zergehen. Die heilsamen Stoffe in den Triebspitzen wirken entzündungshemmend, hustenstillend und schleimlösend. Sie kämpfen tapfer gegen Keime. Sein reichhaltiges Vitamin C beugt der Mangelerkrankung Skorbut vor bzw. heilt sie.

 

 

 

 

Sukrin – Eine gesunde und natürliche Alternative zu Zucker

 

  • keine Kalorien
  • schmeckt und sieht aus wie Zucker
  • 100 % natürlich – es kommt z.B. natürlich in Obst vor
  • erhöht nicht den Blutzuckerspiegel

 

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