· 

Biodünger aus dem Giersch


Kostbarer Dünger aus dem Giersch gemacht

 

Während der Giersch von den einen zur kostbaren Pflanze geworden ist, wird er immer noch von vielen Gartenbesitzern versucht mit großem Kraftaufwand zu vertreiben. Wer aber seine heilende Wirkung nicht nutzen mag, kann ihn dennoch umwandeln zum kostbaren Dünger.

 

Unzählige Mineralstoffe enthält der Giersch

Giersch findest du überall in der Natur und vor allem reichlich. Seine Nährstoffe helfen nicht nur unseren menschlichen leeren Speicher mit wertvollen Mineralstoffen aufzufüllen (z. Bsp. Im Smoothie), sondern sie geben diesen auch an ihre Nachbarpflanzen weiter.

 

Während wir den Giersch im zeitigen Frühjahr mehr persönlich nutzen, weil die Blätter noch zart und überaus reichhaltig sind, wird er für eine biologische Jauche etwas später angesetzt. Der günstigste Zeitpunkt dafür sind die warmen Sommermonate, weil die Außentemperatur dort am höchsten für eine Gärung ist. Natürlich kann er zeitiger angesetzt werden, nur benötigt er dann auch länger bis er zur Verarbeitung genommen werden kann. Es ist auch die Zeit, wo viele Gartenpflanzen am meisten natürliche Zusätze bedürfen, um reichliche Früchte zu tragen. Gerade die Nachtschattengewächse, wie Tomaten, Paprika und auch die Kartoffel benötigen im Garten viele Nährstoffe und gedeihen im ausgelauchten Boden nur minimal. Um jetzt keine Chemie oder eben einen teuren Dünger zu benutzen kommt hier der Giersch in Einsatz. Probieren Sie es aus!

 

Preiswerter biologischer Pflanzendünger selbstgemacht

 

Sammle für eine Jauche etwa ein Kilogramm Blätter (nur die Blätter!) vom Giersch. Gebe die Pflanzenteile in ein geeignetes Gefäß und dazu zehn Liter Wasser, am besten natürlich Regenwasser. Benutze hierfür bitte normale Plastikeimer/-fässer oder gar ein Fass aus Holz. Vermeide Behälter aus Metall. Nehme einen länglichen Stab um immer mal täglich umzurühren. Das fördert nämlich den Gärungsprozess. Der Eimer/das Fass steht nun draußen im Warmen an einem halbschattigen Platz und der Ansatz fängt schon nach kurzer Zeit an zu gären. Du kannst es gut beobachten wie die Bläschen aufsteigen. Meist ist dieser Prozess in etwa einer Woche abgeschlossen. Gut zu erkennen, wenn keine Blasen mehr empor steigen. Damit in dieser Zeit keine Tiere vom Ansatz trinken oder gar hineinfallen überspanne es mit einem dichten Netz oder mit einem geeigneten Deckel. Die Blätter werden dann aus dem Eimer gefischt, mit einem Stab oder mit der Hand. Benutze da aber zum Schutz Gummihandschuhe. Den fertigen Ansatz kannst du in einem Wasserkanister geben. Bedenke, dass die warmen Temperaturen den geschlossenen Behälter zum aufblähen bringen kann. Beim aufdrehen achte daher auf das Entweichen der entstandenen Gase. Wichtig, bitte etikettiere deutlich was sich im Kanister befindet, um Missverständnisse zu vermeiden!

 

Giersch als biologischer Dünger

Beim düngen mischt du den Ansatz. Nehme ein Teil Jauche und zehn Teile Wasser. Diese kannst du nun den Pflanzen zu Gute kommen lassen, in dem du sie von unten am Boden ringsherum, nicht direkt, damit begießt. Machst du das von oben, wird dir die Pflanze verbrennen.

 

Hauptsächlich stark zehrende Pflanzen werden mit Pflanzenjauchen wöchentlich gedüngt. Das sind im Garten Kartoffeln, Paprikapflanzen, Tomaten, Gurken, sämtliche Kohlsorten, Sellerie, Spargel, Kürbis aber auch starkwüchsige Blumen. Bei den anderen Pflanzen reicht es sie alle vierzehn Tage zu düngen. Schnellwachsende Gemüsepflanzen wie Radieschen, Salate, Spinat oder Mangold benötigen nichts von diesem Dünger.

 

Für größere Mengen Jauche kannst du jeder Zeit das Rezept passend im Mischungsverhältnis erhöhen.

 

Gern genutzt werden auch die Brennnessel oder der Ackerschachtelhalm zum düngen.


© by Haideé Zin
dler


Mehr über den Giersch findet ihr auch im großen Buch:
"Was nicht nur Kräuterhexen wissen sollten" -> hier