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Wildkräuter in Smoothie


Der Einsatz von Wildkräutern im Smoothie

 

Ein Wildkräuter-Smoothie ist ein Gemisch aus Obst, Gemüse und Wildkräutern. Wobei alle Zutaten zu einem Püree verarbeitet werden, welcher getrunken werden kann. Wildkräuter enthalten viele Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und vieles mehr an positiven Wirkstoffen. Um an diese zu gelangen, müssen die Faser aufgebrochen werden.

 

Meist geschieht das in einem Mixer. Das Grundrezept für einen Smoothie aus Wildkräutern besteht aus einem Teil Wasser, einem Teil Obst und einem Teil Grünes. Wobei das Teil Grün weiter unterteilt werden kann mit Salat und Wildkräutern. Am Ende können Sie Eiswürfel hinzutun, welche den Smoothie zu einem Erfrischungsgetränk an warmen Tagen macht.

 

Welche Wildkräuter kann ich sammeln?

 

Baldrian, Brennnessel, Engelwurz, Gänseblümchen, Giersch, Gundermann, Labkraut, Löwenzahn, Lungenkraut, Petersilie, Salat, Sauerampfer, Scharbockskraut, Scharfgarbe, Spinat, Spitzwegerich, Vogelmiere.

 

Wie gehe ich mit ihnen um?

 

Mit den Wildkräutern ist es wie mit den Pilzen, es wird nur gesammelt was Sie auch wirklich kennen und klar identifizieren können. Sammeln Sie diese nicht wahllos an jeder Stelle! Bedenken Sie, dass an vielbefahrenen Straßen oder an Feldrändern (Äcker) mehr Giftstoffe in den Pflanzen sind, als im naturbelassenen Wald, auf einer Wiese oder gar im Garten.

 

Auch auf einer Hundelaufstrecke ist das Sammeln von Pflanzen nicht sinnvoll. Seien Sie wählerisch und sammeln Sie die frischen und gesundaussehenden Pflanzenteile ein. Verkümmernde, verbrannte und verwelkende, sowie krankaussehende Blätter stehen lassen, damit tun Sie sich keinen Gefallen.

 

Die beste Tageszeit zum sammeln ist der Morgen (ohne Tau) oder der späte Nachmittag. Haben Sie für sich passende Wildkräuter gefunden, reicht für den Tag eine Handvoll von ihnen. Benutzen Sie ein Messer zum abschneiden und gewährleisten Sie dadurch den Fortbestand der Pflanze. Ein Korb ist immer der beste Behälter für die Lagerung zwischendurch.

 

Daheim angekommen verarbeiten Sie ihre Pflanzenteile bitte zügig. Vor dem Benutzen spülen Sie die Blätter ruhig unter kühlem Wasser ab, um etwaige Schädlinge zu vernichten. Sammeln Sie für mehrere Tage so nehmen Sie sich ein feuchtes Tuch (Küchenpapier) mit, wo Sie die Pflanzenblätter drin einwickeln und so später im Kühlschrank aufbewahren können.

 

Sollte es dann doch geschehen und Sie haben zu viele Wildpflanzen gesammelt haben hacken Sie diese klein und frieren sie zu Eiswürfeln ein, welche später in den Smoothie dazu getan werden können. Wechseln Sie zwischen den einzelnen Pflanzen, da jede von Ihnen andere Wirkstoffe hat, die Ihnen zu Gute kommen.

 

Genießen Sie den Spaziergang in der Natur bewusst, atmen Sie tief durch und seien Sie Dankbar für die Gabe der Natur. Ein Tipp … in vielen Orten werden Wildkräuterwanderungen angeboten, wo Sie sich anschließen können. Dort erfahren Sie auch welche Wildpflanzen unter Naturschutz stehen.

 

Warum Wildkräuter in Smoothies?

 

Unsere aktuellen Lebensmittel geben schon lange nicht mehr die Nährstoffe her, die für uns lebenswichtig sind. Immer mehr künstliche Zutaten verdrängen die Natürlichen. So kommt es zu vielen Mängeln im Vitamin- und Mineralienhaushalt unseres Körpers.

 

Durch Wildkräuter können wir aber gezielt dem entgegenwirken. Sie werden sich bereits nach kurzer Zeit wieder fit und gesund fühlen. Die Verdauung wird angeregt, der Körper entgiftet und Sie spüren die langvermisste Power. Einige Wildkräuter sind zudem gleich Heilkräuter und wirken nicht nur mit ihren Nährstoffen auf unseren Körper. Um mit ihnen gezielt vorzugehen gibt es viele gute Heilpflanzenbücher.

 

Kräuterfavoriten im Smoothie

 

Es gibt einige Wildkräuter die werden öfter und lieber gesammelt als andere; dazu gehört auch der Löwenzahn. Besonders seine jungen frischen und knackigen Blätter geben im Smoothie einen milden Geschmack.

 

Der ebenso häufig vorkommende Giersch besticht durch sein etwas würziges Aroma, welches an Petersilie erinnert. Sein vieles Vitamin C sowie seine exzellenten Mineralstoffe lassen ihn in ein völlig anderes Bild erscheinen. Klären Sie Ihren Gartennachbarn ruhig darüber auf, wenn er mal wieder dem Giersch zu Leibe rücken will.

 

Der Sauerampfer lässt sich prima mit süßen Obstsorten verwerten. Seine hohe Eisenhaltigkeit wirkt blutreinigend und zugleich blutbildend auf unseren Körper. Wer allerdings unter Harn- und/oder Nierensteinen leidet sollte die Pflanze ganz meiden, da sie Oxalsäure enthält, welche eine Bildung der Steine fördert.

 

Die Brennnessel reinigt den Körper und wird sehr gerne zum Entschlacken genommen. Wer es sehr würzig in seinem Smoothie mag nimmt den Gundermann hinzu. Er enthält viele Bitterstoffe die eine etwas sparsame Dosierung erforderlich machen.

 

Der Frühling ist da und mit den ersten schönen Sonnenstrahlen sprießen die Wildkräuter wieder hervor. Genießen Sie die Spaziergänge in der Natur, füllen Sie ihre leeren Mineralstoffspeicher vom Winter wieder auf und fühlen Sie sich rundum fit. So wirken Sie im Übrigen auch der Frühjahrsmüdigkeit entgegen!

 

© by Haideé Zindler