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Die Rosskastanienblüten


Die Rosskastanie wurde im Jahr 2005 zum Baum des Jahres gewählt und im Jahr 2008 zur Arzneipflanze des Jahres benannt. Dieser sehr begehrte Baum, dessen alle Teile für alle Arten der Magie Glück bringen sollen, hat seit jeher eine starke Anziehungskraft. In bereits sehr frühen Zeiten besiedelte die Rosskastanie Europa wurde dann aber durch die Eiszeit verdrängt und kam vor einigen hundert Jahren wieder zurück. Offiziell wurde der erste Baum im österreichischen Wien 1576 im botanischen Garten gepflanzt. In diesem 16. Jahrhundert kam die Rosskastanie als Heilmittel zum Einsatz.

 

 

Wenn ich nun draußen spazieren gehe entdecke ich die prachtvollen Blüten dieses Baumes, die wie Kerzen im winterlichen Tannenbaum leuchten. Diese Blüten können gesammelt werden und aus ihnen eine Tinktur. Ihr benötigt für 500 ml Wodka ca. 100 g der Blüten. Beides zusammen wird an einen sonnigen Ort für 3 Wochen gestellt und ab und an geschüttelt. Nach dieser Zeit wird abgeseiht und zurück in Flaschen gefüllt.  Diese Rosskastanientinktur könnt ihr benutzen zum einreiben, wenn ihr unter diversen Hauterkrankungen leidet wie Ekzemen, Krampfadern, Venenentzündungen aber auch bei Cellulitis. Bei Wadenkrämpfen in der Nacht und auch bei geschwollenen Füßen, ja auch bei Gicht wirkt die Tinktur gut. Wer lieber eine Salbe hat kann sich die aus der Tinktur herstellen.

 

 

Vorsicht! Grundsätzlich gilt aber für die Rosskastanie, dass sie innerlich eingenommen bei Überdosierung zu Vergiftungen führen kann. Besonders sind die Blätter und die Samen betroffen. In der Schwangerschaft sowie in der Stillzeit sollte man sie gar nicht nehmen. Ebenso wenn du blutverdünnende Medikamente einnimmst, lass die Finger von der Rosskastanie.

© by Haideé Zindler