Manchmal entsteht ein Buch leise.
Bilder kehren zurück, Stimmen flüstern, und im Wald bleiben Momente zurück, die einen begleiten, auch wenn der Weg längst weiterführt.
Band IV ist genau so gewachsen.
Der Tannenmann stand nicht plötzlich vor mir.
Er war schon da. In den Wäldern, in alten Geschichten, in der Art, wie Bäume betrachtet werden, wenn man sich Zeit nimmt. Er ist kein Lehrer und kein Richter. Er ist ein Hüter. Einer, der zuhört,
wenn Tiere sprechen, wenn der Wald Fragen stellt und wenn Menschen vergessen haben, wie man still wird.
In diesem Band erzählen die Wälder selbst.
Durch Märchen. Durch Tiere, die ihre eigenen Wege gehen. Durch kleine Begebenheiten, die auf den ersten Blick einfach wirken und auf den zweiten etwas Tieferes berühren. Es sind Geschichten für
Erwachsene und Kinder zugleich – für jene, die noch lauschen können, und für jene, die es wieder lernen möchten.
Der Tannenmann begleitet durch diese Erzählungen.
Manchmal sichtbar, manchmal nur spürbar. Er greift nicht ein, er erklärt nicht alles. Er lässt geschehen. Denn Märchen wirken nicht durch Antworten, sondern durch Bilder, die im Inneren
weitergehen.
Dieser Band gehört in den Kreis der Pflanzenmagie, auch wenn er anders spricht als die vorherigen.
Denn Pflanzen und Bäume sind nicht nur Heilmittel oder Ritualbegleiter. Sie sind Erzähler. Träger von Erinnerungen. Wesen, die seit Jahrhunderten beobachten, wie sich Menschen verändern – und wie
sie immer wieder zu denselben Fragen zurückkehren.
Band IV ist eine Einladung.
Zum Lesen ohne Eile. Zum Wiederfinden eines inneren Waldes. Zum Erinnern daran, dass Weisheit manchmal in einer einfachen Geschichte liegt, die man nicht sofort verstehen muss.

Kommentar schreiben