Die Pfingstrose – Duft des Frühsommers


Üppige rosafarbene Pfingstrosenblüten im warmen Morgenlicht, einzelne Blüten geöffnet, feine Tautropfen auf den Blütenblättern, sommerliche Gartenatmosphäre, weich verschwommener Hintergrund, natürliche und ruhige Stimmung, hochkant.

 

Paeonia officinalis / Paeonia lactiflora

 

 

 

Wenn die Pfingstrosen ihre Blüten öffnen, beginnt für viele Gärten die wohl prächtigste Zeit des Jahres. Kaum eine andere Blume verbindet Schönheit, Fülle und Duft auf so eindrucksvolle Weise.

 

Ihre großen Blüten erscheinen oft nur für kurze Zeit. Für wenige Wochen verwandeln sie Beete und Gärten in ein Meer aus Farben und Duft.

 

In China wird die Pfingstrose seit über 1.500 Jahren kultiviert und gilt als:

 

• Symbol für Reichtum und Wohlstand
• Symbol für Ehre und Würde
• Symbol für Schönheit und weibliche Anmut
• Symbol für Glück und ein erfülltes Leben

 

Sie wird oft als „Königin der Blumen“ bezeichnet. Besonders während der Tang-Dynastie (618–907) war sie die Lieblingsblume des Kaiserhofes. Die Stadt Luoyang ist bis heute für ihre Pfingstrosengärten berühmt und veranstaltet jährlich ein großes Pfingstrosenfest.

 

Während wir in Europa häufig ihre Blüten bewundern, spielte die Pflanze in China auch in der traditionellen Heilkunde eine Rolle. Vor allem die Wurzelrinde wurde genutzt. Die Blüten selbst schätzte man wegen ihres Duftes und ihrer Schönheit.

 

 

 

Der Duft des Sommers

 

Schon seit Jahrhunderten werden Pfingstrosen wegen ihres intensiven Duftes geschätzt. Ein Strauß frischer Blüten erfüllt oft einen ganzen Raum mit seinem süßen, warmen Aroma.

 

Während viele Gartenblumen vor allem durch ihre Farben auffallen, spricht die Pfingstrose zusätzlich einen Sinn an, den viele Menschen heute kaum noch bewusst wahrnehmen: den Duft.

 

 

 

Von der Vase zur Räucherung

 

Die Pfingstrose begleitet oft mehrere Wege.

 

Zunächst schmückt sie als Schnittblume den Wohnraum und erfüllt ihn mit ihrem Duft. Wenn die Blüten langsam verblühen, beginnt ihre zweite Reise.

 

Die Blütenblätter lassen sich trocknen und später verräuchern. So bleibt ein Teil des Frühsommers über die eigentliche Blütezeit hinaus erhalten.

 

 

 

Duftende Pfingstrosenblätter

 

• frische Pfingstrosenblüten

 

Die Blütenblätter vorsichtig abzupfen und locker an einem schattigen Ort trocknen.

 

Später eignen sie sich:

 

• für Räuchermischungen
• Duftsäckchen
• Sommerkräutersträuße

 

 

 

Räuchern – Schönheit und Herzenswärme

 

Beim Verräuchern entwickeln die getrockneten Blütenblätter einen weichen, blumigen Duft.

 

Traditionell werden ihnen zugeschrieben:

 

• Harmonie
• Herzenswärme
• Freude
• Schönheit
• Fülle

 

Der Duft wirkt leicht, freundlich und erinnert an warme Sommertage.

 

 

 

Pflanzenweisheit

 

Die Pfingstrose vergeht nicht mit dem Verblühen.
Ihr Duft findet neue Wege.

 

 

 

Hinweis

 

Für Räucherungen werden ausschließlich unbehandelte Blütenblätter verwendet. Die Verwendung als Heilpflanze spielt heute nur noch eine untergeordnete Rolle.

 

 

 

AyonsWelt – Pflanzenwissen des Nordens

 

Weitere Pflanzenporträts und traditionelles Wissen über Pflanzen finden sich in der Buch-Reihe:
Die Pflanzenmagie des Nordens“ bzw. im Räucherbuch „Die Magie des Räucherns“.

 

Text und Bild: Haideé Zindler

 

 

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