Am Rand eines alten Waldes stand ein Baum, den die Menschen den Glücksbaum nannten. Seine Äste trugen keine Früchte, sondern Schuhe.
Man sagte, jeder einzelne sei ein Wunsch.
Die Hüterin des Waldes wusste, woher der Brauch kam. Einst hatte ein Wanderer hier einen Schuh zurückgelassen, um seine Sorgen loszuwerden. Er ging weiter – und fand später einen neuen Weg im Leben.
Andere Menschen hörten davon. Sie brachten ebenfalls Schuhe und hängten sie in die Zweige. Mit jedem Jahr wurden es mehr.
Die Hüterin sagte den Besuchern nur einen Satz:
„Ein Schuh bleibt. Ein Wunsch geht.“
Und wer den Wald verließ, ging oft ein wenig leichter.
Das Ritual des Glücksbaums findet sich im Buch
„Die Pflanzenmagie des Nordens – Band III: Das Erbe der Erde“.

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