Manchmal tragen wir Dinge zu lange mit uns herum. Sorgen, Wünsche, Gedanken, die keinen Platz finden. In manchen nordischen Gegenden gab es dafür einen einfachen Brauch.
Man brachte ein Paar Schuhe zu einem Baum.
Einen ließ man zurück. Den anderen nahm man wieder mit.
Der Schuh im Baum trug den Wunsch – oder das, was man loslassen wollte. Der Schuh am Fuß erinnerte daran, dass der eigene Weg weitergeht.
Mit der Zeit hingen viele Schuhe in den Ästen. Jeder einzelne stand für einen Wunsch, eine Hoffnung oder einen neuen Anfang.
Wer den Schuh aufhängte, sprach manchmal leise:
„Ein Schuh bleibt.
Ein Wunsch geht.
Und ich gehe weiter.“
Dieses kleine Ritual erinnert daran, dass Veränderung oft mit einem Schritt beginnt.
Das Wunschritual des Glücksbaums findet sich im Buch
„Die Pflanzenmagie des Nordens – Band III: Das Erbe der Erde. Rituale des nordischen Jahreskreises“.

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