Der Huflattich

die ersten gelben Huflattichblüten

Pflanzen des Nordens –

im Jahreslauf

 

 

 

DER HUFLATTICH

 

Wenn der Winter noch nicht ganz gegangen ist und der Boden noch grau erscheint, leuchtet plötzlich ein warmes Gelb zwischen Steinen, an Böschungen und Wegesrändern.

 

Der Huflattich gehört zu den ersten Pflanzen des Jahres.

 

Im alten Wissen wurde er mit Eir, der Heilerin der nordischen Welt, verbunden. Seine Blüten erscheinen lange bevor die großen Blätter wachsen. So kündigt er den Frühling an – still, aber unübersehbar.

 

„Ich bin der Anfang, der nicht drängt.
Ich bin das Gelb, das leuchtet, wenn alles grau war.
Ich bin der Atem, der dich findet, wenn du ihn verloren hast.“

 

Huflattich – Heilpflanze der Atemwege

 

 

 

Heilwissen

 

Der Huflattich gehört zu den klassischen Pflanzen für die Atemwege.

 

Anwendungen:

 

Tee – bei Husten und gereizten Atemwegen
Sirup – traditionell gegen trockenen Husten
Tinktur – unterstützend für Lunge und Bronchien

 

Er wirkt beruhigend auf die Schleimhäute und hilft dem Körper, wieder frei zu atmen.

 

 

 

Räuchern

 

Beim Räuchern steht der Huflattich für Heilung und Neubeginn.

 

Er kann verwendet werden bei:

 

• Übergängen vom Winter in den Frühling
• Heilungsritualen
• Zeiten, in denen der Atem oder die Kraft verloren gegangen scheint

 

Der Rauch erinnert daran, dass Heilung oft leise beginnt.

 

Frühlingsritual mit Huflattich

 

 

 

Kleines Frühlingsritual

 

Nimm eine einzelne Huflattichblüte in die Hand und halte sie einen Moment lang still.

 

Atme bewusst ein und aus und begrüße damit den neuen Frühling.

 

Sprich leise:

 

„Wie diese Blüte aus der kalten Erde steigt,
so begrüße ich den Frühling und atme die neue, milde Luft ein.“

 

Lege die Blüte anschließend behutsam neben einen Stein oder an den Rand des Weges zurück, als Zeichen des Dankes.

 

Der Huflattich im alten Brauchtum

 

 

 

Alter Brauch

 

Im alten Volksglauben galt die erste Huflattichblüte als Amulett der Erinnerung.

 

Wer sie pflückte, nahm sie für einen Tag in die Hosentasche oder in den Geldbeutel.

 

Sie sollte an einen Entschluss erinnern, den man beim Pflücken gefasst hatte – ein Versprechen an sich selbst.

 

Solange die Blüte getragen wurde, galt dieses Versprechen als an den Frühling gebunden.

 

 

 

Mehr über den Huflattich und andere Pflanzen des Nordens findest du in meiner Buchreihe
Pflanzenmagie des Nordens
auf ayons-welt.de

 

 

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